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„Belebter und identitätsstiftender Ort für Menschen aller Generationen“

Grundstein zu Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³ am Gadamerplatz in der Bahnstadt gelegt

Am Gadamerplatz legten (von links) BSG-Geschäftsführer Peter Bresinski, Bürgermeister Dr. Joachim Gerner, Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Architekt Peter Donn, Stephan Brühl, Leiter des Amtes für Schule und Bildung, und Bürgermeister Hans-Jürgen Heiß gemeinsam den Grundstein für das Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³ in der Bahnstadt. (Foto: Buck)
Am Gadamerplatz legten (von links) BSG-Geschäftsführer Peter Bresinski, Bürgermeister Dr. Joachim Gerner, Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Architekt Peter Donn, Stephan Brühl, Leiter des Amtes für Schule und Bildung, und Bürgermeister Hans-Jürgen Heiß gemeinsam den Grundstein für das Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³ in der Bahnstadt. (Foto: Buck)

Für das Bildung-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³ am Gadamerplatz in der Bahnstadt ist am Montag, 14. Dezember, der symbolische Grundstein gelegt worden. „Mit B³ entsteht im Herzen der Bahnstadt ein belebter und identitätsstiftender Ort für Menschen aller Generationen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, der gemeinsam mit Dr. Joachim Gerner, Bürgermeister für Familie, Soziales und Kultur, Hans-Jürgen Heiß, Bürgermeister für Konversion und Finanzen, Peter Bresinski, Geschäftsführer der Bau- und Servicegesellschaft mbH Heidelberg (BSG), Architekt Peter Donn von Datscha Architekten aus Stuttgart und Stephan Brühl, Leiter des Amtes für Schule und Bildung, einen Zylinder einmauerte. Darin befanden sich eine aktuelle Tageszeitung, Architektenpläne und ein Münzsatz.

Der neue Gebäudekomplex wird eine dreizügige, inklusive Ganztagesgrundschule mit Sporthalle, eine Kindertageseinrichtung mit vier Gruppen sowie ein Bürgerhaus mit öffentlichem Café, Mehrzweckräumen und einem Bürgersaal vereinen. „Wir nutzen mit dem Projekt B³ Synergieeffekte: Unterschiedliche Nutzer greifen auf die gleiche Infrastruktur zu. Turnhalle, Cafeteria und Mensa können von Schülerinnen und Schülern, aber auch von Anwohnern, Kulturanbietern und Vereinen genutzt werden“, sagte Dr. Würzner: „Das Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der Bahnstadt: Familien erwartet ein zukunftsfähiges Kita- und Grundschulkonzept mit Entwicklungsoption. Wir bauen hier eine neue, zusätzliche Kita und eine Schule, weil so viele Familien in die Bahnstadt ziehen. Ein schöneres Zeichen für die Entwicklung einer Stadt gibt es nicht.“

„Die räumliche Nähe schafft vielfältige Kooperationsmöglichkeiten“

Geplant ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen Kita und Schule mit gemeinsamen Projekten, gelebter Inklusion in dafür ausgestatteten gemeinschaftlich genutzten Räumen und einer Raumkonzeption, die neue Lehr- und Lernformen unterstützt. Durch die Verknüpfung von Kita und Schule entsteht ein fließender Übergang von vorschulischer zu schulischer Bildung. Eine Ganztagesbetreuung bis mindestens 17 Uhr unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Bahnstadtbewohner. Die Kindertageseinrichtung in B³ am Gadamerplatz wird nach der Kita Schwetzinger Terrasse (seit 2012 in Betrieb), der Kita First Steps im Stadttor (seit 2013 in Betrieb) und der geplanten Kita in der Güterhalle (voraussichtliche Eröffnung im September 2016) die nächste Kita in der Bahnstadt sein.
 
Der Baukörper von B³ mit 9.877 Quadratmetern Größe besteht aus vier Gebäudeteilen für die jeweiligen Nutzungen. Grundschule und Sporthalle sind über einen eingeschossigen Verbindungsbau, der auch die schulische Mensa beherbergt, miteinander verbunden. Zwischen allen Gebäudeteilen bestehen Verbindungen. Dadurch sollen intensive Kooperationen untereinander ermöglicht werden. „Mit dem Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³ geht die Stadt Heidelberg neue Wege: Die räumliche Nähe schafft vielfältige Kooperationsmöglichkeiten zwischen den Nutzern. Das Haus wird die Menschen aller Altersklassen zum kulturellen Austausch anregen“, sagte Bürgermeister Dr. Gerner.
 
Das Gebäudetragwerk ist als Massivkonstruktion mit Flachdecken vorgesehen. Die Fassaden des in Passivhausbauweise geplanten Gebäudes werden als thermisch optimierte Ziegelmauerwerks-Vorsatzschale mit hochwärmegedämmten Holz-/Aluminiumfenstern ausgeführt. Die Wärmeversorgung erfolgt zentral über Fernwärme. Zur mechanischen Be- und Entlüftung werden Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und teilweise mit Feuchterückgewinnung eingesetzt. Die Tiefgarage mit 35 Stellplätzen wird natürlich belüftet. Einzelne Bereiche des Schulgebäudes und des Bürgerhauses können über gekühlte Zuluft temperiert werden.
 
Die Eigenständigkeiten der Gebäudeteile mit deren Gemeinsamkeiten in Einklang zu bringen – das war die große Herausforderung für das Architekturbüro. „Über die Galerien, die die einzelnen Komplexe verbinden, werden aus vier Gebäudeteilen eine untrennbare Einheit“, sagte Architekt Peter Donn: „Dadurch ergeben sich kurze Wege zwischen den einzelnen Gebäudeteilen. Wir schaffen somit die Türen, die intensiven Austausch ermöglichen, und hoffen, dass diese vielfach geöffnet werden.“ Die Gebäudeteile sind aber ebenso getrennt voneinander nutzbar, beispielsweise am Abend durch Sportvereine. Als zentraler Bestandteil des Stadtteillebens soll B³ allen Bürgern einen Mehrwert bieten.

Baukosten betragen rund 31,6 Millionen Euro

Die Realisierung von B³ erfolgt als öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Stadt Heidelberg und der BSG, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der städtischen Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH (GGH). „Vor genau einem Monat haben wir die feierliche Wiedereröffnung der Internationalen Gesamtschule Heidelberg in Rohrbach gefeiert. Hier war die BSG zum ersten Mal direkter Projektpartner der Stadt. Die erfolgreiche IGH-Sanierung hat die Verantwortlichen für den Schulneubau in der Bahnstadt dazu bewogen, auch hier eine öffentlich-private Partnerschaft mit der BSG einzugehen. So bringen wir auch für B³ unsere große Kompetenz aus der Errichtung, Sanierung und Bewirtschaftung von Immobilien aus mittlerweile 94 Geschäftsjahren ein“, sagte BSG-Geschäftsführer Peter Bresinski.
 
Die Stadt Heidelberg ist Eigentümerin und Nutzerin des Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhauses. Die BSG wird als Projektgesellschaft den Gebäudekomplex bauen, finanzieren und für einen Zeitraum von 30 Jahren betreiben. Die Arbeiten zu B³ haben im August 2015 mit dem Ausheben der Baugrube begonnen. Der nun beginnende Rohbau wird voraussichtlich zehn Monate in Anspruch nehmen. Zum Schuljahresbeginn 2017/18 soll das Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³ in Betrieb gehen. Die Baukosten betragen rund 31,6 Millionen Euro.
 
Die Internationale Bauausstellung (IBA) Heidelberg hat B³ zum IBA-Projekt gekürt. „Das Projekt B³ ist vorbildlich für die Bildungsarbeit in der Bahnstadt“, sagte IBA-Geschäftsführer Prof. Michael Braum anlässlich der Grundsteinlegung. „Es überbrückt die Grenzen zwischen den Einrichtungen und ist nah dran an seinen Zielgruppen. Die Vielfalt der Menschen und Milieus in der Bahnstadt wertzuschätzen, das ist ein wichtiger Beitrag dieses Projektes. Eine zukunftsfähige Stadt des Wissens braucht genau solche Orte, an denen lebenslanges Lernen und Austausch stattfinden kann und die Identität stiften – B³ wird für die Bahnstadt ein solcher Ort sein.“

Das Schul- und Bürgerhaus B³ in Zahlen:

  • Bruttogeschossfläche:  9.877 Quadratmeter
  • Gesamtinvestitionsvolumen:  rund 31,6 Millionen Euro
  • davon Baukosten
    - Schule:  12,6 Millionen Euro
    - Sporthalle:  4,7 Millionen Euro
    - Bürgerhaus: 6,3 Millionen Euro
    - Kindertagesstätte: 4,7 Millionen Euro
    - Tiefgarage:  2 Millionen Euro
    - Innerer Freibereich: 1,3 Millionen Euro

Weitere Infos

heidelberg-bahnstadt.de/
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