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Bahnstadt: Passivhausstandard wird erfüllt

Zwischenbericht zum Monitoring des ersten Bauabschnitts vorgelegt

Die Bahnstadt ist eines der größten nachhaltigen Stadtentwicklungsprojekte Deutschlands und die derzeit größte Passivhaussiedlung weltweit. Ein erster Monitoring-Zwischenbericht des Passivhaus Instituts hat nun bestätigt, dass die Anforderungen an den Passivhausstandard hinsichtlich der Heizwärmeverbräuche erfüllt werden. Darüber wurde der Bau- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am 13. Oktober 2015 informiert.

Im Rahmen eines Monitorings werden aktuell die Heizenergieverbrauchsdaten von zehn Baufeldern im ersten Bauabschnitt der Bahnstadt gemessen und analysiert. Für das Jahr 2014 nahm das Passivhaus Institut eine erste Auswertung der Fernwärmeverbräuche vor und erstellte einen Zwischenbericht. Das Ergebnis: Die untersuchten Wohngebäude mit mehr als 75.000 Quadratmetern Wohnfläche verbrauchen im Durchschnitt Heizenergie von rund 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr und genügen damit den Anforderungen an den Passivhausstandard. Zum Vergleich: Laut einer Studie des Energiedienstleisters Techem für das Jahr 2013 liegt der Heizwärmeverbrauch von Gebäuden mit Fernwärmeversorgung bei 112 Kilowattstunden pro Quadratmeter – das bedeutet bei den Passivhäusern eine Einsparung von mehr als 80 Prozent.

Gemeinsam mit den Stadtwerken Heidelberg und dem Passivhaus Institut hatte die Stadt Heidelberg das Konzept zum Monitoring konzipiert, um zu überprüfen, ob die Bemühungen zur Energieeffizienz in der Bahnstadt erfolgreich sind. Dazu gehören Dämmmaßnahmen, Wärmebrückenreduzierung und der Einbau von Lüftungsanlagen. Die Überprüfung erfolgte in Kooperation mit dem Energieeffizienz EU-Projekt „PAssREg“.
 
Bei der Untersuchung wurde auch eine Streuung der Verbrauchswerte zwischen einzelnen Baufeldern festgestellt. Abweichungen der realen Verbräuche von berechneten Bedarfswerten sind nutzungsbedingt unvermeidbar und die Streuungen liegen im normalen Bereich. Das Monitoring wird mit den Daten für das Jahr 2015 fortgeführt und hierbei auch eine Bewertung des Stromverbrauchs vorgenommen. Auch die für Passivhäuser übliche Verteilung in rund ein Drittel Heizenergie, ein Drittel Warmwasserbedarf und ein Drittel Verluste zeigt sich bei den Bahnstadtprojekten.

Weitere Infos

www.heidelberg-bahnstadt.de/