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Baubeginn bei B³ in der Bahnstadt

Baugenehmigung für Schul- und Bürgerzentrum / Arbeiten beginnen im August

Der Entwurf des neuen Schul- und Bürgerzentrums B³ am Gadamerplatz in der Bahnstadt. (Foto. Datscha Architekten)

Im Herzen des neuen Stadtteils Bahnstadt entsteht ab August am Gadamerplatz das Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³. Das Zentrum wird ein Anlaufplatz für Menschen aller Altersklassen: Der Gebäudekomplex vereint eine dreizügige, inklusive Grundschule mit Sporthalle, eine Kindertageseinrichtung mit vier Gruppen sowie ein Bürgerzentrum mit öffentlichem Café, Mehrzweckräumen und einem Bürgersaal. 

Mehrwert für die Bahnstadt ab 2017

Im Juni ist die Baugenehmigung erteilt worden. Die Einrichtung der Baustelle und das Ausheben der Baugrube erfolgen ab August. Voraussichtlich im Oktober kann dann der Rohbau begonnen werden, für den eine Bauzeit von rund zehn Monaten vorgesehen ist. Der Ausbau wird voraussichtlich 14 Monate in Anspruch nehmen. Zum Schuljahresbeginn 2017/2018 soll B³ in Betrieb genommen werden.
 
Der Baukörper mit 9.877 Quadratmetern besteht aus vier eigenständigen Gebäudeteilen für die jeweiligen Nutzungen. Dies soll intensive Kooperationen untereinander ermöglichen. Grundschule und Sporthalle sind über einen eingeschossigen Verbindungsbau, der auch die schulische Mensa beherbergt, miteinander verbunden. Ebenso sind sie getrennt voneinander nutzbar, beispielsweise am Abend durch Sportvereine. Als zentraler Bestandteil des Stadtteillebens soll das Zentrum allen Bürgerinnen und Bürgern einen Mehrwert bieten. 

Öffentlich-Private Partnerschaft

Die Realisierung erfolgt als Öffentlich-Private Partnerschaft zwischen der Stadt Heidelberg und der Bau- und Servicegesellschaft mbH Heidelberg (BSG). Die BSG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der städtischen Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH (GGH). Die Stadt Heidelberg ist Eigentümerin und Nutzerin des Schul- und Bürgerzentrums; die BSG wird als Projektgesellschaft den Gebäudekomplex bauen, finanzieren und für einen Zeitraum von 30 Jahren betreiben. Architekten des Zentrums sind Datscha Architekten aus Stuttgart.

Bauplanung

Das Gebäudetragwerk ist als Massivkonstruktion mit Flachdecken geplant. Die Fassaden des in Passivhausbauweise geplanten Gebäudes werden als thermisch optimierte Ziegelmauerwerks-Vorsatzschale mit hochwärmegedämmten Holz-/Aluminiumfenstern ausgeführt. Die Wärmeversorgung erfolgt zentral über Fernwärme. Zur mechanischen Be- und Entlüftung werden Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und teilweise mit Feuchterückgewinnung eingesetzt. Die Tiefgarage mit 35 Stellplätzen wird natürlich belüftet. Einzelne Bereiche des Schulgebäudes und des Bürgerhauses können über gekühlte Zuluft temperiert werden.

Projekt der IBA

Die Stadt hat sich mit diesem vielseitigen Projekt erfolgreich bei der Internationalen Bauausstellung Heidelberg „Wissen I schafft I Stadt“ beworben. Das über eine Koexistenz von Kindertagesstätte, Schule, Sporthalle und Bürgerzentrum hinausgehende Haus soll das generationenübergreifende Lernen fördern. Dem Dreiklang von Bildung, Betreuung und Begegnung in der Bahnstadt wird hier modellhaft Raum gegeben, um identitätsstiftend in den gesamten Stadtteil auszustrahlen.

Hintergrund

Die Bau- und Servicegesellschaft mbH Heidelberg (BSG) ist eine hundertprozentige Tochter der GGH. Sie wurde 2009 gegründet und erbringt bau- und immobilienbezogene Dienstleistungen für die GGH, die Stadt sowie deren Gesellschaften und Stiftungen. Das umfasst vor allem soziale und kulturelle Infrastrukturprojekte, Facility-Management sowie Projektentwicklung.