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Wettbewerb Pfaffengrunder Terrasse: Berliner Architektenbüro capatti staubach erhält ersten Preis

Der Entwurf des Architekturbüros capatti staubach sieht eine „Baumhalle“ mit Café und Sitzgelegenheiten auf der Pfaffengrunder Terrasse vor. (Grafik: capatti staubach Landschaftsarchitekten)
Der Entwurf des Architekturbüros capatti staubach sieht eine „Baumhalle“ mit Café und Sitzgelegenheiten auf der Pfaffengrunder Terrasse vor. (Grafik: capatti staubach Landschaftsarchitekten)

Das Berliner Architektenbüro capatti staubach hat den ersten Preis im Wettbewerb zur Gestaltung der Pfaffengrunder Terrasse in der Bahnstadt gewonnen. Das Preisgericht unter Vorsitz des Dortmunder Stadtplaners Prof. Dr. Franz Pesch wählte den Entwurf von capatti staubach unter 41 eingereichten Arbeiten aus. Das Preisgeld für den Gewinner beträgt 11.000 Euro. „Insgesamt entsteht etwas ganz Eigenes, Deutliches und Besonderes, das vorhandene Qualitäten aufnimmt, entwickelt und Verbindungen herstellt“, urteilte das Preisgericht zu dem Siegerentwurf. Die Jury setzte sich aus Landschaftsarchitekten, Stadtplanern, Mitgliedern des Gemeinderats, der Verwaltung und des  Stadtteilvereins sowie Bürgerinnen und Bürgern zusammen.

Wald und Lichtung in der Stadt

Die Arbeit der Berliner Landschaftsarchitekten überzeugte das Preisgericht durch die Idee, die Landschaftstypen Wald und Lichtung in den Stadtraum „einzupflanzen“. Vorgeschlagen wird eine „Baumhalle“ mit Sophora-Bäumen, die Schatten spenden und Teilräume schaffen. Eine Rasenfläche soll Freizeitnutzung ermöglichen und zugleich Ruhe bieten. Der südliche Bereich ist als Veranstaltungs- und Spielfläche gedacht und soll vielen Nutzern und Aktivitäten gerecht werden. Kritisch werden von der Jury die Sportflächen an dieser Stelle gesehen, unter anderem wegen der Nähe zum Radweg. Hinzu kommen in dem Entwurf ein Café, eine Toilette und Wasserflächen im Norden. Die Verkehrsflächen um die Pfaffengrunder Terrase „schaffen durch Gestaltung und Materialität den Übergang zum Gadamerplatz auf selbstverständliche Weise“, so die Jury weiter.
 
Die Pfaffengrunder Terrasse befindet sich zwischen der Straße Langer Anger, Wohnbebauung und der Promenade. Sie soll zu einem attraktiven Treffpunkt verschiedener Alters- und Nutzergruppen im Zentrum der Bahnstadt werden. In den Auslobungstext des Wettbewerbs flossen Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger mit ein. In zwei Werkstätten wurden ihre Ideen gesammelt. Auch die Kinder des Stadtteils konnten sich bei einer eigenen Beteiligungsveranstaltung einbringen.
 
Alle eingereichten Wettbewerbsarbeiten zur Gestaltung der Pfaffengrunder Terrasse sind von Freitag, 6. Mai, bis Mittwoch, 11. Mai 2016, täglich von 16 bis 19 Uhr in der Alten Feuerwache, Emil-Maier-Straße 16, 69115 Heidelberg, zu sehen. Führungen durch die Ausstellung zur Pfaffengrunder Terrasse sowie durch die parallel stattfindende Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten zum Bahnhofsvorplatz (Willy-Brandt-Platz) finden am 6., 7. und 8. Mai jeweils um 17 Uhr statt. Die Teilnahme an allen Führungen ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

(created on 06. May 2016)