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Die Bahnstadt macht Heidelberg jünger und internationaler

Der neue Heidelberger Stadtteil Bahnstadt macht die Stadt jünger und vielfältiger. Zu diesem Ergebnis kommt die Einwohnerstatistik 2014 des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Heidelberg.
 
Im Juni 2012 waren die ersten Wohnungen im neuen Heidelberger Stadtteil bezogen worden – Ende 2014 lebten bereits rund 2.300 Menschen in der Bahnstadt. Nur fünf Jahre nach dem ersten Baggerbiss gibt es auf der ehemaligen Brache neben rund 1.500 Wohnungen zahlreiche Büros und Labore, Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleister, Bäcker und Cafés. Im Vergleich zur Gesamtstadt weist die Bahnstadt einige Besonderheiten auf:

Viele kleine Kinder​

In der Bahnstadt leben zahlreiche Familien. Dort leben beispielsweise 216 Kinder unter 6 Jahren. Damit ist fast jeder zehnte Bahnstadt-Einwohner jünger als sechs Jahre. Dieser Anteil ist etwa doppelt so hoch wie in der Gesamtstadt (Bahnstadt: 9,5 Prozent der Bevölkerung, Heidelberg gesamt: 5,1 Prozent der Bevölkerung).
 
Die Stadt Heidelberg verfolgt konsequent eine familienfreundliche Politik. Bereits im September 2012 eröffnete in der Bahnstadt die erste städtische Kindertagesstätte; im Herbst 2014 wurde sie erweitert. Zusätzlich ist eine private Kita im Stadttor entstanden. Eine weitere städtische Kita und eine Grundschule wird es voraussichtlich im Herbst 2017 am Gadamerplatz geben. Weitere städtische und private Angebote sind in Planung.
 
Bei der Gruppe der 7- bis 18-Jährigen liegt der Anteil im Gegensatz zu den jüngeren Kindern deutlich unter dem der Gesamtstadt. Dies wird sich in den kommenden Jahren jedoch ändern, wenn die heute unter 6-Jährigen älter werden. Die Bahnstadt weist zudem bei der Geburtenziffer hohe Werte auf: Nach aktuellem Stand bekommen die Bahnstädterinnen im Alter von 15 bis unter 45 Jahren im Durchschnitt 1,70 Kinder – gesamtstädtisch liegt diese Zahl bei einem Wert von 1,22.

Viele junge Menschen​

In der Bahnstadt lebten am 31. Dezember 2014 insgesamt 830 Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren (2013: 232). Mit rund 36,5 Prozent der Stadtteilbewohner stellen sie die größte Altersgruppe im Stadtteil (18- bis 30-Jährige in der Gesamtstadt: 24,6 Prozent).
 
Ein Großteil dieser Altersgruppe in der Bahnstadt sind Studierende, Berufseinsteiger und Nachwuchs-Wissenschaftler. Auf dem Campus Bahnstadt sind – verteilt auf drei Wohnbauprojekte – bislang insgesamt knapp 800 Apartments für Studierende und junge Berufstätige entstanden. Ein weiteres Haus mit 370 Kleinst-Wohnungen am Zollhofgarten soll Ende 2015/Anfang 2016 bezugsfertig sein.
 
Die Bahnstadt weist zudem mit 35 Prozent einen hohen Anteil an 30- bis Unter-45-Jährigen auf (ganz Heidelberg: 21,2 Prozent). In den höheren Altersgruppen ist es umgekehrt, ihre Zahl ist in der Gesamtstadt höher als in der Bahnstadt (45 bis unter 65 Jahre: Bahnstadt 11,3 Prozent, Heidelberg gesamt 23,8 Prozent; 65 Jahre und älter: Bahnstadt 2,4 Prozent, Heidelberg gesamt 16,5 Prozent; 75 Jahre und älter: Bahnstadt 0,0 Prozent, Heidelberg gesamt 8,2 Prozent). Dies bestätigt das Bild vom „jungen Stadtteil“.   

Die Bahnstadt ist international

Noch ein zweiter Punkt ist charakteristisch für die Bahnstadt: Sie ist noch stärker international geprägt als die Gesamtstadt. In der Bahnstadt lebten Ende Dezember 2014 insgesamt 552 Menschen mit ausländischem Pass (24,7 Prozent der Stadtteilbewohner) und damit deutlich mehr als in der Gesamtstadt (18,6 Prozent). Anteil daran haben die zahlreichen Studierenden ebenso wie Forscherinnen und Forscher aus aller Welt: Heidelberg ist mit seiner Universität, dem Uni-Klinikum, weltweit renommierten Forschungseinrichtungen und forschungsnahen Unternehmen ein weltweit geschätztes Zentrum der Wissenschaft und damit ein Magnet für Fachkräfte aus dem Ausland. Die Bahnstadt verzahnt Wohnen, Wissenschaft und Freizeit und ist damit ein attraktiver Wohnort.

Weitere Infos

www.heidelberg-bahnstadt.de