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Baubeginn für Schul- und Bürgerzentrum B³ in der Bahnstadt im Sommer

Stadt und GGH unterzeichneten Verträge zur öffentlich-privaten Partnerschaft​

Der Entwurf des neuen Schul- und Bürgerzentrums B³ am Gadamerplatz in der Bahnstadt. (Foto. Datscha Architekten)
Der Entwurf des neuen Schul- und Bürgerzentrums B³ am Gadamerplatz in der Bahnstadt. (Foto. Datscha Architekten)

Die Weichen für das neue Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus „B³“ am Gadamerplatz in der Bahnstadt sind gestellt: Am Montag, 23. März 2015, haben Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner und GGH-Geschäftsführer Peter Bresinski, im Beisein des Bürgermeisters für Konversion und Finanzen, Hans-Jürgen Heiß, die Verträge zur öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) für das Neubauprojekt unterzeichnet. Ende Februar hatte bereits das Regierungspräsidium Karlsruhe seine Zustimmung zu dem ÖPP-Projektvertrag gegeben. Damit können im Sommer 2015 die Bauarbeiten für das neue Schul- und Bürgerzentrum beginnen. Die Investitionskosten belaufen sich auf insgesamt 31,6 Millionen Euro.

Vertragspartner im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaft sind die Stadt Heidelberg und die Bau- und Servicegesellschaft mbH (BSG), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der städtischen Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH (GGH). Die Stadt Heidelberg wird dabei als Eigentümerin und Nutzerin des Schul- und Bürgerzentrums auftreten, die BSG wird als Projektgesellschaft den Gebäudekomplex planen, bauen, finanzieren und für einen Zeitraum von 30 Jahren betreiben.

„Mit dem neuen Schul- und Bürgerzentrum B³ am Gadamerplatz schaffen wir einen identitätsstiftenden und lebendigen Mittelpunkt für die Bahnstadt. Davon werden alle Bürgerinnen und Bürger profitieren“, sagte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner: „Ich bin froh, dass wir für die Realisierung dieses wichtigen Projektes mit der BSG einen verlässlichen und kompetenten Partner zur Seite haben. Im Sommer kann es mit dem Bau losgehen.“
 
„Öffentlich-private Partnerschaften sind ein guter Weg, um große soziale Infrastrukturprojekte zügig und nachhaltig zu realisieren. Auch bei der Sanierung der Internationalen Gesamtschule als ÖPP-Projekt haben wir damit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht“, ergänzte GGH-Geschäftsführer Peter Bresinski: „Gemeinsam mit der Stadt wollen wir das neue Schul- und Bürgerhaus am Gadamerplatz zu einem Erfolgsprojekt machen.“

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner (rechts) bei der Unterzeichnung des ÖPP-Vertrags mit GGH-Geschäftsführer Peter Bresinski. (Foto: Rothe)
Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner (rechts) bei der Unterzeichnung des ÖPP-Vertrags mit GGH-Geschäftsführer Peter Bresinski. (Foto: Rothe)

Schul- und Bürgerzentrum B³​

Das Schul- und Bürgerzentrum „B³“ auf dem Baufeld SE3 am Gadamerplatz vereint eine dreizügige Grundschule samt Turnhalle, eine Kindertagesstätte für vier Gruppen und ein Bürgerhaus unter einem Dach. Dies soll intensive Kooperationen der drei Einrichtungen ermöglichen. Auch eine gemeinsame Tiefgarage mit 35 Stellplätzen ist geplant. Als zentraler Bestandteil des Stadtteillebens soll das Zentrum allen Bürgerinnen und Bürgern einen Mehrwert bieten. Die Stadt Heidelberg hat sich mit dem Projekt auch bei der Internationalen Bauausstellung Heidelberg (IBA) beworben.
 
Der Gemeinderat hatte am 18. Dezember 2014 der Realisierung des Vorhabens „B³ Gadamerplatz – Schule, Kita und Bürgerzentrum“ in Form eines ÖPP-Projektes zugestimmt und die Ausführungsgenehmigung beschlossen. Eine Studie hatte zuvor die Eignung als ÖPP-Projekt bestätigt und diese Umsetzungsvariante als die wirtschaftlichste identifiziert.
 
Grundlage für den ÖPP-Vertrag zwischen Stadt und BSG bildet ein Nutzungskonzept, das eng mit dem Amt für Schule und Bildung, dem Kinder- und Jugendamt und dem Amt für Soziales und Senioren abgestimmt wurde.

Wie funktioniert der ÖPP-Vertrag?​

Im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaft schließt die Stadt Heidelberg einen langfristigen Bau- und Betriebsführungsvertrag mit der BSG und zahlt dafür eine variable ÖPP-Rate als Nutzungsentgelt. Diese ÖPP-Rate setzt sich zusammen aus einem Finanzierungsanteil und dem Entgelt für die Betriebsleistungen. Der Finanzierungsanteil beträgt je nach Baufortschritt maximal 1,4 Millionen Euro pro Jahr, das Entgelt der Betriebsleistungen beträgt zu Beginn rund 871.000 Euro pro Jahr und wird jährlich entsprechend dem Preissteigerungsindex angepasst. Nicht verbrauchte Mittel aus dem Topf „Betriebsleistungen“ können angespart und zu einem späteren Zeitpunkt für größere Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen eingesetzt werden: Auf diese Weise ist eine kontinuierliche Instandhaltung während der Vertragslaufzeit sichergestellt.
 
Die Gesamtinvestitionskosten für das Projekt B³ belaufen sich auf rund 31,6 Millionen Euro. Der ÖPP-Vertrag berücksichtigt auf der Grundlage der Entwurfsplanung und Baubeschreibung die Aufwendungen ab der Auftragsvergabe: Die Kosten für die vorab geleisteten Vorbereitungen und Planungen werden nicht über den ÖPP-Vertrag, sondern über das Treuhandkonto Bahnstadt finanziert. Damit werden über den ÖPP-Vertrag Investitionskosten von rund 28,9 Millionen Euro abgewickelt.

Das Schul- und Bürgerzentrum B³ in Zahlen:

  • ÖPP-Vertrag zu B³: 40 Paragraphen, 13 Anlagen, rund 400 Seiten 
  • Bruttogeschossfläche: rund 9.900 Quadratmeter
  • Gesamtinvestitionsvolumen: rund 31,6 Millionen Euro
  • davon Baukosten
    • Schule: 12,6 Millionen Euro;
    • Sporthalle: 4,7 Millionen Euro
    • Bürgerhaus: 6,3 Millionen Euro
    • Kindertagesstätte: 4,7 Millionen Euro
    • Tiefgarage: 2 Millionen Euro
    • Innerer Freibereich:1,3 Millionen Euro

Wie geht es weiter?​

Die Baumaßnahmen für das Schul- und Bürgerzentrum „B³“ werden im Sommer 2015 beginnen. Die Fertigstellung ist für August 2017 geplant: Zum Schuljahresbeginn 2017/18 werden die Bahnstadt-Grundschulkinder, die seit Herbst 2014 in der Graf-von-Galen-Schule unterrichtet werden, in das neue Gebäude umziehen können.

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