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Eine Haus-im-Haus-Kita für die Bahnstadt

Stadt arbeitet an attraktiver Lösung für Kinderbetreuung am Standort Güterhalle​

Kinder führen Experimente durch. (Foto: Fuelop)

Die Bahnstadt ist ein Magnet für junge Familien mit Kindern. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Kinderbetreuung. Um den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen zuverlässig decken zu können, arbeitet die Stadt derzeit an einer attraktiven Lösung in der Güterhalle: Mit einem Haus-im-Haus-Konzept soll im Westteil der Halle eine neue Kita mit vier Gruppen für 80 Kinder entstehen. Das Konzept geht voraussichtlich bereits im März in den Gremienlauf. Am 7. Mai soll der Gemeinderat darüber abschließend beraten.

„Mit dem Standort Güterhalle und dem raffinierten Haus-in-Haus-Konzept gehen wir mit einem Lösungsvorschlag in die Gremien, der fantastisch zu Heidelberg passt“, zeigt sich Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner begeistert. „Der Standort im Herzen der Bahnstadt ist ideal. Wir nutzen die bestehende Infrastruktur der Güterhalle und entwickeln sie intelligent weiter. Das Geld, das wir hier investieren wollen, ist bestens angelegt. Denn die Zahl der Kinder in der Bahnstadt wächst stärker als prognostiziert und damit der Bedarf an Betreuung.“
 
Für das Haus-im-Haus-Konzept muss die Halle in Teilbereichen entkernt werden. In die Hülle der Güterhalle werden danach Holzmodule montiert. Außen bleibt die Güterhalle optisch erhalten, innen befindet sich eine moderne Kita im Passivhausstandard. Besonders attraktiv für den Kita-Betrieb: Die Decken der Nebenräume können als „Indoor“-Spielplatz genutzt werden – überdacht von der Güterhalle, die mit lichtdurchlässigen Dachplatten ausgerüstet wird. Schlafplätze gibt es auf einer Galerie im ersten Obergeschoss. Draußen kann der Spielplatz am Zollhofgarten mitgenutzt werden.
 
Die reine Nutzfläche der Kita ohne Spielflächen beträgt rund 840 Quadratmeter. Die veranschlagten Kosten belaufen sich auf 3,1 Millionen Euro und entsprechen damit etwa den Kosten der bestehenden Kita Schwetzinger Terrasse in der Bahnstadt. 1,6 Millionen Euro der Gesamtkosten entfallen dabei auf die Kita, zuzüglich 100.000 Euro für die Spielfläche, und 1,4 Millionen Euro auf die Sanierung der Güterhalle.
 
„Die Ausführung der Kita in der vorgeschlagenen Haus-im-Haus-Bauweise mit vorgefertigten Holzfertigelementen hat den Vorteil, dass sich die Bauzeit erheblich verkürzt. Wir könnten die neue Kita bereits zum Jahresbeginn 2016 eröffnen“, sagte OB Würzner. Die neue Kita in der Güterhalle soll durch einen freien Träger oder die Stadt betrieben werden.
 
Bisher gibt es in der Bahnstadt die städtische Kita Schwetzinger Terrasse und deren Erweiterungsbau am Spitzgewann für insgesamt rund 100 Kinder. Zusätzlich ist eine private Kita im Stadttor entstanden. Im Bereich der Pfaffengrunder Terrasse ist ein Kinderbetreuungsangebot durch Tagespflegepersonen geplant. Im Herbst 2017 soll eine weitere städtische Kita am Gadamerplatz eröffnen.