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Die Bahnstadt entwickelt sich rasant ​

2015 stehen weitere wichtige Projekte an​

Feuerwehr-Klettergerüst auf einem Spielplatz in der Bahnstadt (Foto: Diemer)
Feuerwehr-Klettergerüst auf einem Spielplatz in der Bahnstadt (Foto: Diemer)

Der neue Heidelberger Stadtteil Bahnstadt wächst weiterhin rasant: Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Erster Bürgermeister Bernd Stadel, Gerald Dietz von der Geschäftsstelle Bahnstadt und EGH-Geschäftsführer Peter Dohmeier stellten am Montag, 9. Februar 2015, den aktuellen Stand dar. „Die Entwicklung der Bahnstadt läuft hervorragend“, sagte Dr. Würzner. „Hier entsteht ein dynamischer Stadtteil, der von den Bewohnern und den Betrieben sehr gut angenommen wird. Davon profitiert die ganze Stadt.“

Was sich 2015 tut​

Im Jahr 2015 stehen weitere große Vorhaben an. „Die zentralen Projekte in Sachen Mobilität sind die Erschließungsachse Grüne Meile und die Straßenbahn“, erklärte Erster Bürgermeister Stadel. Für beides und für das „Schul- und Bürgerzentrum Gadamerplatz – B3“ sollen dieses Jahr die Bauarbeiten beginnen. Bis zur Jahresmitte soll zudem die Agnesi-Straße fertiggestellt werden, mit der die Bahnstadt an die Eppelheimer Straße angeschlossen wird. Auch am Multiplexkino und am Nahversorgungszentrum „Westarkaden“ beginnen die Bauarbeiten. Weiteres Plus für die Nahversorgung: Ab dem Frühjahr wird immer freitags ein Wochenmarkt stattfinden. Die Sanierung der Güterhallen, in die die Stadt 4,5 Millionen Euro investiert, wird im März abgeschlossen. Der Zollhofgarten wird ebenfalls im Sommer 2015 komplett fertiggestellt.
 
Zugleich laufen die Arbeiten im zweiten Wohnbauabschnitt westlich der Pfaffengrunder Terrasse auf Hochtouren. Noch in diesem Jahr können dort die Wohngebäude der Baugemeinschaft bezogen werden. Auf dem Campus sollen 2015 die Mikro-Apartments „Campus Gardens“ fertig werden. Beim Gebäudeensemble „Colours“ an der Schwetzinger Terrasse neben dem Stadttor ist Baustart. Parallel zu den Arbeiten laufen die Erschließungsarbeiten für neue Kanäle, Leitungen und Straßen im teils noch unerschlossenen, westlichen Teil der Bahnstadt sowie die Planung für die dortigen Freiräume.
 
Oberbürgermeister Dr. Würzner hob hervor: „Die Entwicklung eines komplett neuen Stadtteils dieser Dimension ist eine hochkomplexe Aufgabe und für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Hier arbeiten mehrere Dutzend Ämter und Unternehmen zusammen. Vor allem dank der guten Zusammenarbeit von Stadt und EGH stimmt die Richtung.“

Status quo 2014​

Nur fünf Jahre nach dem ersten Baggerbiss gibt es auf der ehemaligen Brache zahlreiche Büros und Labore, Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleister, Bäcker und Cafés. Ende 2014 lebten in der Bahnstadt fast 2.300 Menschen. Bis Ende 2014 sind neun Wohnbaufelder fertiggestellt worden, mit insgesamt rund 1.500 Wohnungen. Erster Bürgermeister Stadel hob hervor: „Dieses zusätzliche Angebot entlastet den gesamten Heidelberger Wohnungsmarkt. Damit liegen wir deutlich über dem gesamtstädtischen Ziel von 650 neu geschaffenen Wohnungen pro Jahr.“
Die Meldestatistik zeigt, dass rund 60 Prozent der Bahnstädter aus anderen Städten oder aus der Region zuziehen. Mit jedem Einwohner, der mit Hauptwohnung gemeldet ist, steigen die Einnahmen Heidelbergs. Bleibt es bei der Quote, dann kann die Stadt am Ende der Bahnstadtentwicklung mit höheren Zuweisungen des Landes in Höhe von etwa drei Millionen Euro rechnen – Jahr für Jahr.
 
In die Bahnstadt sind auch viele Familien gezogen. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Kinderbetreuung. Oberbürgermeister Dr. Würzner betonte: „Ich sage ganz offen, dass uns die schnelle Entwicklung vor besondere Herausforderungen stellt. So müssen wir beispielsweise früher mehr Kita-Plätze als bislang prognostiziert bereitstellen. Daran arbeiten wir mit Hochdruck. Ziel der Stadt ist es, noch in diesem Jahr eine Betreuung für zunächst bis zu 40 weitere Kindern in der Bahnstadt zu ermöglichen.“ Bisher gibt es die städtische Kita Schwetzinger Terrasse und deren Erweiterungsbau am Spitzgewann für insgesamt rund 100 Kinder. Zusätzlich ist eine private Kita im Stadttor entstanden. Im Herbst 2017 soll eine zweite städtische Kita am Gadamerplatz eröffnen. Die Bahnstadt-Grundschule hat 2014 ihren Betrieb interimsweise an der Graf-von-Galen-Schule aufgenommen, bis das Schulgebäude am Gadamerplatz errichtet ist.
 
Im gewerblichen Bereich sind die ersten großen Immobilien längst fertiggestellt und bezogen. Durch die Ansiedlung von Unternehmen wie io-consultants im Stadttor, von Heidelberg Engineering und Reckitt Benkiser in SkyLabs, durch ein B&B-Hotel und weitere Geschäfte sind fast 1000 Arbeitsplätze in der Bahnstadt neu geschaffen worden. Seit Ende 2014 steht zudem fest, dass ein vierstöckiges XXXL-Möbelhaus das Fachmarktzentrum komplettiert. Im fertiggestellten Stadtteil sollen einmal rund 7.000 Menschen arbeiten.
 
EGH-Geschäftsführer Peter Dohmeier freut sich nach dem guten Verlauf der Wohnbebauung auch über das Interesse an gewerblichen Grundstücken. „Die Gewerbetreibenden wissen die Bahnstadt mit ihren vielfältigen Vorteilen zu schätzen. Insbesondere die sehr gute Erreichbarkeit und die Einbettung in ein attraktives Quartier überzeugt. Die künftigen Arbeitsplätze sind hervorragend an das Bundesbahn- und ÖPNV-Netz angebunden, ebenso an das Stadtzentrum und die Autobahnen.“

Für 20 Millionen Euro erhält die Stadt öffentliche Infrastruktur im Wert von 300 Millionen Euro​

In der Bahnstadt entsteht eine öffentliche Infrastruktur im Wert von 300 Millionen Euro: Dazu zählen eine Grundschule und Kindertagesstätten, Spielplätze und Grünanlagen, ein Bürgerzentrum, Rad- und Gehwege, Straßen und Brücken, die Straßenbahntrasse und Kanäle. Diese Anlagen gehören künftig der Stadt. Finanziert werden diese Investitionen aus den Wertsteigerungen der Grundstücke im Entwicklungsgebiet. Damit nimmt die Stadt rund 280 Millionen Euro ein. Nur die Differenz von 20 Millionen Euro muss die Stadt selbst finanzieren. Vereinfacht ausgedrückt: Die Stadt erhält für 20 Millionen Euro eine öffentliche Infrastruktur für 300 Millionen Euro.

Ökologische Vision gewürdigt​

Der visionäre ökologische Ansatz des komplett in Passivhaus-Bauweise errichteten Stadtteils ist 2014 gleich zwei Mal gewürdigt worden. Im Frühjahr hat die Bahnstadt den internationalen „Passive House Award“ erhalten; sie ist damit als „Passivhaus-Region des Jahres“ ausgezeichnet worden. Im Oktober 2014 besuchte Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, die Bahnstadt und resümierte: „Ich bin der Auffassung, dass die Bahnstadt unter architektonischen und unter ökologischen Gesichtspunkten tatsächlich ein gutes Beispiel für ganz Deutschland ist – für das Leben in den Städten: zwar verdichtet, mit Geschosswohnungen in der Größenordnung von vier Stockwerken, aber trotzdem grün und lebens- und liebenswert.“

Weitere Infos

www.heidelberg-bahnstadt.de
Die Bahnstadt im Überblick