Startseite // Neuigkeiten // Aktuelles aus der Bahnstadt

Asiatische Tigermücke in Heidelberg

Intensive Bekämpfung im Jahresverlauf / Bevölkerung wird um Mithilfe gebeten

Mit dem Frühlingswetter hat die ursprünglich aus Südostasien stammende Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) wieder Saison: Seit dem ersten Auftreten von Populationen in Heidelberger Stadtteilen wird die asiatische Tigermücke seit 2016 systematisch bekämpft. 

Durch gezielte Maßnahmen konnten die Populationen in neun Heidelberger Stadtteilen dezimiert oder ganz verdrängt werden. Das exotische Insekt kann potenziell tropische Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren übertragen. Aufgrund des Klimawandels und der heißen Sommer findet die Tigermücke auch bei uns immer neue Ansiedlungsmöglichkeiten.

Bekämpfung auch in der Bahnstadt

Neue oder anhaltende Populationen der invasiven Mückenart müssen von April bis September 2020 wieder in mehreren Heidelberger Stadtteilen bekämpft werden. Die Bekämpfung betrifft dieses Jahr kleine Teilgebiete der Stadtteile Neuenheim, Weststadt, Bahnstadt, Kirchheim, Rohrbach, Südstadt, Wieblingen und Pfaffengrund. Trotz der Coronavirus-Maßnahmen verträgt die Tigermückenbekämpfung keinen Aufschub. Wegen den Kontakt-Einschränkungen können die Mitarbeiter der biologischen Stechmückenbekämpfung der Icybac GmbH im Auftrag des Gesundheitsamtes jedoch in vielen Fällen nur eingeschränkt persönlich vor Ort kommen. Daher sind sie verstärkt auf die Mithilfe der Anwohnerschaft angewiesen.

Sofern ein Sicherheitsabstand eingehalten werden kann, werden die Mitarbeiter betroffene Grundstücke ab Anfang Mai 2020 aufsuchen. In den Fällen, wo eine Begehung der Grundstücke nicht möglich ist, werden die Mitarbeiter in den betroffenen Stadtteilen in den nächsten Wochen Informationszettel und sogenannte B.t.i.-Tabletten austeilen. Bürger und Bürgerinnen können mit diesem Leitfaden ihre Grundstücke genau untersuchen, Brutstätten selbst ausfindig machen und dauerhaft beseitigen oder bekämpfen. Dies ist im Frühjahr besonders wichtig, um schon die erste Generation der Tigermücken am Schlupf und der erneuten Eiablage zu hindern.

Nur im Larvenstadium kann die Tigermücke effektiv biologisch bekämpft werden

Nur im Larvenstadium, in dem sich die Moskitoart noch im Wasser befindet und entwickelt, kann die Tigermücke effektiv biologisch bekämpft werden. Dafür müssen zunächst die Brutstätten der Tigermücken ausfindig gemacht werden. Brutstätten sind alle Arten von Wasseransammlungen, die sich in Vorgärten, Grundstücken, Schrebergärten oder auch Gullys befinden und mindestens eine Woche stehen bleiben. Daher ist es jetzt wichtig, in allen Ecken des Gartens und am Haus die Brutstätten der Tigermücke ausfindig zu machen, zu beseitigen oder zu bekämpfen.

Sobald es die Corona-Maßnahmen wieder zulassen, werden die Mitarbeiter der Tigermückenbekämpfung unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen die Grundstücke der Bürger betroffener Stadtteile in zweiwöchigem Rhythmus bis Ende September aufsuchen und potenzielle Brutstätten behandeln. Denn die selbstständige Bekämpfung mit B.t.i. ist ohne Aufsicht der Experten nur beschränkt wirksam. Bis dahin sind die Experten verstärkt auf die Initiative und aktive Mitarbeit der Bürgerschaft angewiesen. Die Bekämpfungsaktion in Heidelberg wird von der Icybac GmbH koordiniert, die Tigermückenkontrollen auch in anderen Städten und Gemeinden durchführt.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.rhein-neckar-kreis.tigermuecke.info. Unter „Kontakt" sind die Ansprechpartner für Heidelberg zu finden.