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Die Bahnstadt – Urbaner Mix aus Wohnen und Wirtschaft, Soziales und Bildung, Freizeit und Kultur

Sechs Jahre nach dem Einzug der ersten Bewohnerinnen und Bewohner leben in der Bahnstadt bereits 3.908 Menschen (Ende Juni 2018) – das sind knapp 300 mehr als ein Jahr zuvor. Die Bahnstadt ist auch im Hinblick auf die Bevölkerung ein junger Stadtteil – jeder zweite Bewohner ist jünger als 30 Jahre alt, jeder fünfte Bahnstädter ist ein Kind oder ein Jugendlicher:

  • 19,4 Prozent sind jünger als 18 Jahre
  • 32,0 Prozent sind 18 bis 29 Jahre alt
  • 34,1 Prozent sind 30 bis 44 Jahre alt
  • 11,7 Prozent sind 45 bis 64 Jahre alt
  • 2,8 Prozent sind älter als 64 Jahre alt

Die Mehrzahl ist männlich (52,6 Prozent). Die Bahnstadt ist zudem ein internationaler Stadtteil: Jeder vierte Bewohner hat einen ausländischen Pass (1.119 Menschen/28,6 Prozent).

Ein Grund für den großen Anteil junger Bewohnerinnen und Bewohner ist die hohe Geburtenrate: Im Jahr 2017 wurden in der Bahnstadt 84 Neugeborene gezählt – elf mehr als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2018 kamen bereits 40 Babys zur Welt. Das bedeutet, dass im Schnitt etwa jeden vierten Tag eine Bahnstädterin oder ein Bahnstädter zur Welt kommt. Bis Ende Juni sind 475 Personen in die Bahnstadt gezogen, mehr als die Hälfte (274 Personen) sind dabei von außerhalb Heidelbergs in den Zukunftsstadtteil gekommen. Im gleichen Zeitraum sind 394 Menschen weggezogen.

Wohnen

Bis Ende Juni 2018 wurden in der 116 Hektar großen Bahnstadt bereits 2.355 Wohnungen mit einer Wohnfläche von knapp 150.000 Quadratmetern fertiggestellt. Im ersten Halbjahr 2018 sind 110 neue Wohnungen entstanden – mehr als zwei Drittel davon mit drei oder mehr Zimmern. Geboten wird ein Mix aus Wohnungen mit Schwerpunkt auf Wohnraum für Familien, daneben gibt es im Campus auch viele Angebote für Studenten.

Wohnungen im Bezug/ im Bau:

  • „Colours“: Mischung aus Arbeiten, Einkaufen, Wohnen und Freizeit zwischen Stadttor und Schwetzinger Terrasse; die Wohnungen werden derzeit bezogen
  • „Heidelberg Village“: Bau durch das Freiburger Architekturbüro Frey, 161 Wohnungen, teilweise bezogen
  • „Meilen.Stein“: Projekt der städtischen Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz (GGH) zwischen Langer Anger, Grüner Meile und Da-Vinci-Straße; 185 Mietwohnungen, eine Kita mit 50 Plätzen, 18 kleinteilige Gewerbeeinheiten, zwei Restaurants, ein Bürogebäude und ein privat geführtes Hotel mit 84 Zimmern, Bar und Tagungsräumen; Bezug zur ersten Jahreshälfte 2019 geplant
  • „Urban Element“: Projekt der LBBW Immobilien, 90 Eigentumswohnungen und 90 Tiefgaragenplätze, Fertigstellung Ende 2018
  • „Urban View“: Projekt der LBBW Immobilien, 79 Mietwohnungen, Einzug Mitte 2019 geplant
  • „Westarkaden Heidelberg“: Projekt der Unmüssig Bauträgergesellschaft Baden, Bau von rund 300 Wohnungen innerhalb des Nahversorgungszentrums; Fertigstellung Ende 2019 geplant

Wissenschaft und Wirtschaft

In der Bahnstadt gibt es rund 2.500 Arbeitsplätze. Nach Abschluss der Entwicklung werden voraussichtlich bis zu 6.000 Menschen in der Bahnstadt arbeiten.

Der Bahnstadt-Campus bietet auf einem Areal von 22 Hektar Platz und Ressourcen:

  • Technologiepark Heidelberg: Forschungseinrichtungen und wissenschaftsnahe Unternehmen unter anderem in den Bereichen Biotechnologie, Hochtechnologie, Biochemie und im Spitzencluster Organic Electronics mit der Forschungsplattform Innovation Lab GmbH.
  • SkyAngle: Nördlich der Schwetzinger Terrasse entsteht derzeit nahe SkyLabs das zweite Gebäude mit Labor- und Forschungseinrichtungen der Max-Jarecki-Stiftung. Es wird circa 16.000 Quadratmeter Fläche für forschungsnahe und wissensbasierte Unternehmen bieten. Anfang 2019 soll es bezugsfertig sein.
  • SkyLabs: Reckitt Benckiser ist mit einem Forschungszentrum sowie einer Marketing- und Vertriebsgesellschaft ansässig, die Heidelberg Engineering GmbH stellt Geräte für augenheilkundliche Diagnostik her und hat ihren Sitz in die Bahnstadt verlegt, die Schiller University hat einen ihrer Standorte dort. Die Flächen sind voll belegt und umfassen circa 19.000 Quadratmeter; rund 500 Arbeitsplätze sind in SkyLabs entstanden.

Einzelhandel und Unternehmen: Bislang haben sich bereits rund 100 Betriebe und Geschäfte in der Bahnstadt angesiedelt – darunter unter anderem

  • forschungsnahe und wissensbasierte Unternehmen
  • ein Baumarkt
  • Gewerbe
  • Geschäfte des täglichen Bedarfs, wie Bäckereien, Banken, Friseurstudio, Einkaufsläden, Krankenkassen und mehr
  • Gastronomieangebote: Cafés, eine Eisdiele, Restaurants, eine Vinothek

„Westarkaden Heidelberg“: Auf einer Gesamtfläche von 11.700 Quadratmetern entstehen Einkaufs- und Gastronomieangebote – darunter ein Lebensmittel-Supermarkt, ein Lebensmittel-Discounter, ein Drogeriemarkt, eine Apotheke und ein Friseur. Zudem sind eine Kita, Büro- und Praxisflächen, rund 300 Wohnungen und eine zweigeschossige Tiefgarage mit über 500 Plätzen vorgesehen. Die Unmüssig Bauträgergesellschaft Baden plant die Eröffnung Ende 2019.

Aldi: Der Discounter wird wieder in den „Westarkaden“ vertreten sein. Bis zur Fertigstellung gibt es eine Zwischenlösung am Czernyring 14 auf dem ehemaligen PX-Gelände.

Fachmarktzentrum: Westlich des „Bauhaus“ wird das Fachmarktzentrum durch ein „XXXL-Möbelhaus“ komplettiert. Auf vier Geschossen und einer Verkaufsfläche von insgesamt bis zu rund 28.000 Quadratmetern sollen Möbel, Haushaltswaren, Leuchten und mehr angeboten werden. Unter dem Einrichtungshaus ist ein zweigeschossiges Lager vorgesehen. Für Kunden sind rund 380 Stellplätze geplant, zum Teil in einer Tiefgarage. Durch die Ansiedlung werden circa 200 bis 300 neue Arbeitsplätze in der Bahnstadt erwartet. Der Baubeginn ist 2019 vorgesehen.

Stadttor Ost: Bis Ende 2018 entsteht ein Mix aus Büros, Praxen und Einzelhandel. Eines der beiden Gebäude wird unter anderem neuer Standort der Heidelberger „Proaesthetic Klinik für plastische und kosmetische Chirurgie“. Das zweite Gebäude wird Firmensitz der cbs (Corporate Business Solutions), einer weltweit tätigen Unternehmensberatung aus Heidelberg mit über 300 Mitarbeitern. Eine Tiefgarage wird rund 160 Stellplätze bieten.

Soziales und Bildung

Bürgerhaus: Der Stadtteilverein Bahnstadt betreibt das Bürgerhaus seit der Eröffnung Anfang 2018 und übernimmt auch die Vermietung der Räume. Der Vertrag zum Betrieb des Nachbarschaftstreffs LA 33 durch den Verein Kulturfenster im Auftrag der Stadt läuft im Herbst 2018 aus. Viele der initiierten Aktivitäten des Bahnstadttreffs werden ehrenamtlich unter dem Dach des Stadtteilvereins weitergeführt. Der Stadtteilverein hat mittlerweile rund 500 Mitglieder – jeder achte Bewohner der Bahnstadt ist damit Mitglied.

Schule: Die Bahnstadt-Grundschule im Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³ am Gadamerplatz hat mit dem Schuljahr 2017/18 und insgesamt rund 120 Schülerinnen und Schülern ihren Betrieb aufgenommen.

Kinderbetreuung: In der Bahnstadt gibt es aktuell sieben Betreuungsangebote – sechs Kindertageseinrichtungen und bis zu 40 Betreuungsplätze in Kindertagespflege für Kinder im Krippenalter. Zwei weitere Einrichtungen befinden sich im Bau. Im Kindergartenjahr 2018/2019 stehen 140 Krippen- und 280 Kindergartenplätze in der Bahnstadt bereit.

In Betrieb:

  • Städtische Kita an der Schwetzinger Terrasse mit dem Standort Spitzgewann: 20 Krippen- und 80 Kindergartenplätze
  • Kita First Steps im Stadttor: 40 Krippen- und 20 Kindergartenplätze
  • Kita Zollhofgarten (Träger: päd-aktiv) in den ehemaligen Güterhallen: 80 Kindergartenplätze
  • Städtische Kita am Gadamerplatz (Bildungs-, Betreuungs- und Bürgerhaus B³): 20 Krippen- und 40 Kindergartenplätze
  • Kita Purzelzwerg (im Wohnprojekt „Heidelberg Village“) zwischen Langer Anger und Grüne Meile: 30 Krippen- und 20 Kindergartenplätze
  • Kita Mäusezauber (im Neubauprojekt „Junges Wohnen“ von SOKA-Bau), Robert-Koch-Straße 6: 30 Krippen- und 40 Kindergartenplätze
  • Betreuungsstandort an der Pfaffengrunder Terrasse mit bis zu 40 Betreuungsplätzen in Kindertagespflege für Kinder im Krippenalter

Im Bau:

  • „Meilen.Stein“ (GGH), Langer Anger: 30 Krippen- und 20 Kindergartenplätze, Eröffnung erste Jahreshälfte 2019 geplant
  • „Westarkaden Heidelberg“: 40 Krippen- und 20 Kindergartenplätze, Eröffnung Ende 2019 geplant

Ökumenischer Kirchenladen HALT: Anlaufstelle seit Mai 2014 in der Galileistraße 25

Freizeit und Kultur

Luxor-Filmpalast: Das Kino ist mit sechs Sälen bereits eröffnet. Die weiteren neun Säle plus ein Open-Air-Bereich stehen kurz vor der Fertigstellung.

Pfitzenmeier: Östlich des Kinos plant die Unternehmensgruppe den Bau des „Premium Plus Resort“ mit Fitness- und Wellnessangeboten. Im Erdgeschoss soll es gastronomische Angebote geben, inklusive einer Außenbewirtschaftung. Der Baubeginn ist 2019 vorgesehen.

Pfaffengrunder Terrasse: Ab dem Frühjahr 2019 soll die Pfaffengrunder Terrasse als einer der zentralen Plätze des Stadtteils mit hoher Aufenthaltsqualität gestaltet werden: Geplant sind unter anderem Grünflächen mit Bäumen und Freizeitmöglichkeiten. Für die Gestaltung wurde ein freiraumplanerischer Wettbewerb ausgelobt und ein Siegerentwurf bestimmt.

Spiel- und Freizeitfläche: Ein Soccercourt zum Fußballspielen, eine Calisthenics-Anlage, Pfosten für eine Slackline, Bänke und Tische sowie Liegen zum Entspannen laden voraussichtlich ab Herbst 2018 unterhalb der Promenade ein.

Spielangebote: Neben Attraktionen im Zollhofgarten gibt es drei Themenspielplätze an der Promenade: Zum „Feuerwehrspielplatz“ – 2017 mit dem deutschen Spielraumpreis ausgezeichnet – und dem „ICE-Spielplatz“ kam im Mai 2018 ein „Bauernhofspielplatz“ hinzu.

Bahnstadtpfad: Das Angebot der Stadt Heidelberg mit Informationstafeln und digitalen Angeboten ermöglicht eine spannende Entdeckungsreise durch den Stadtteil. Als Startpunkt kann das große Infoschild an der Schwetzinger Terrasse dienen. An 16 Stationen erhalten Interessierte Informationen auf Schildern und über die Internetadresse www.bahnstadtpfad.heidelberg.de.

Wochenmarkt: Seit dem Herbst 2017 findet der Bahnstadt-Wochenmarkt auf dem Gadamerplatz statt. Hier bieten die Händler immer freitags von 14 bis 19 Uhr vor allem regionale Waren an.

Güterhallen: Das Kultur- und Veranstaltungshaus Halle02 bietet Veranstaltungen aller Art an. Seit April 2016 gibt es zudem das Restaurant Neo. Die Stadt hatte die ehemaligen Güterhallen bis 2015 für rund 4,4 Millionen Euro erneuert.

Tankturm und Bahnbetriebswerk: In dem mehrfach ausgezeichneten Tankturm veranstaltet die Architektenarbeitsgemeinschaft (AAg) Loebner Schäfer Weber als Inhaberin seit Februar 2016 kulturelle Veranstaltungen. Zudem ist dort auch der Verein KlangForum Heidelberg untergebracht. Das in Teilen sanierte Bahnbetriebswerk kann für Veranstaltungen angemietet werden.

(created on 07. August 2018)